Eat: Frankfurter Grüne Soße

Frankfurter Grie Soß

Frankfurter Grüne Soße, auch kurz Grüne Soße bzw. Grie Soß, ist eine kalte Sauce nach Art einer Grünen Sauce, die mit feingehackten Küchenkräutern bestimmter Arten, Herkunft und Zusammensetzung hergestellt wird. Diese Frischkräuterkomposition stellt seit 2016 unter der gleichnamigen Bezeichnung „Frankfurter Grüne Soße“ bzw. „Frankfurter Grie Soß“ ein spezielles Produkt mit geschützter geografischer Angabe dar, während die Zubereitung der eigentlichen Soße variiert.

Sie ist seit dem 19. Jahrhundert in Frankfurt am Main und Umgebung verbreitet und zählt zu den kulinarischen Spezialitäten der Frankfurter Küche. Die Frankfurter Grie Soß wird vor allem als wesentlicher Bestandteil für ein traditionelles gleichnamiges Gericht (mit Salzkartoffeln und hartgekochten Eiern) verwendet, dient aber auch als Beilage zu verschiedenen Fleisch- und Fischgerichten.

Zur Herstellung werden traditionell sieben Kräuter verwendet, nämlich Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Im Großraum Frankfurt sind spezielle Frischkräuterkompositionen dieser sieben Kräuter im Handel, die als „Frankfurter Grüne Soße“ bzw. „Frankfurter Grie Soß“ mit EU-weit geschützter geografischer Angabe vertrieben werden und entsprechende Auflagen hinsichtlich Herkunft, Ernte und Zusammenstellung erfüllen müssen.

Als klassische Rezeptur gilt die in Standardwerken der Kochliteratur beschriebene Frankfurter Sauce oder Sauce Francfort nach Art einer Vinaigrette: Die Kräuter werden sehr fein gehackt, gewiegt oder im Mixer püriert und mit hartgekochtem Eigelb durch ein Sieb gestrichen. Die Masse würzt man mit Senf, Speisesalz, Pfeffer und Essig und verrührt sie mit Speiseöl zu einer Mayonnaise. Neben der klassischen Rezeptur sind zahlreiche Varianten mit unterschiedlichen Grundsaucen oder Milcherzeugnissen wie Quark, Joghurt oder Saurer Sahne verbreitet.

Frankfurter Grüne Soße mit gekochten oder gebratenen Kartoffeln und hartgekochten Eiern ist ein saisonales Hauptgericht. Die Saison beginnt traditionell am Gründonnerstag und dauert den ganzen Sommer über bis zum ersten Frost im Herbst. In der gehobenen Frankfurter Küche gibt es die Soße auch als Beilage zu gekochter Ochsenbrust, Tafelspitz, kaltem Braten oder Fisch. Das heute in vielen Frankfurter Restaurants angebotene Frankfurter Schnitzel ist hingegen kein traditionelles Gericht, sondern erst in den 1990er Jahren aufgekommen. Es handelt sich um ein Schnitzel Wiener Art mit frittierten Kartoffeln und Grüner Soße. [Wiki]

HitRadio FFH stellt in diesem Beitrag zwei Rezepte für Frankfurter Grüne Soße vor: “Frankfurter Grüne Soße: Das klassische Rezept und ein veganes. Die Frankfurter Grüne Soße (auch Frankfurter Grie Soß) ist in Hessen Kult. Und seit 2016 auch von der EU anerkanntes Kulturgut, denn sie hat das Gütesiegel “geografisch geschützte Angabe” bekommen. Was das bedeutet, welche sieben Kräuter unbedingt in die Grüne Soße gehören und zwei super-leckere Rezepte – eins davon sogar vegan – findet ihr hier”

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