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Eat in Berlin: Wenn die Sterne verschwinden

Heute ist sie immer noch arm, aber dafür schön bräsig und in Sachen Gastronomie auf dem absteigenden Ast. Stern um Stern verschwindet, weil die Wirte aufgeben – und auf die Rahmenbedingungen schimpfen.

Die Berliner Küche war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine schlichte Küche, die eher Wert auf deftigen Geschmack und Sättigung als auf Verfeinerung legt. Geprägt ist sie neben den in der brandenburgischen Küche verwendeten Zutaten von den Kochtraditionen der Einwanderer aus Schlesien, Böhmen, Ostpreußen, Pommern und Mecklenburg sowie den Hugenotten aus Frankreich.

Die preußisch-protestantische Berliner Küche integrierte diese Einflüsse häufig durch Vereinfachung. Aufwendige Zubereitungsformen und raffiniertes Würzen waren ihr bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts eher fremd. Typische Zutaten sind Schweinefleisch, Gans und Fische wie Karpfen, Aal und Hecht, Kohl, Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen außerdem Rüben, Gurken und Kartoffeln.

Seit Anfang der 2000er Jahre hat sich die Spitzengastronomie in Berlin entwickelt: So gab es im Jahr 2017 insgesamt sieben Restaurants, die mit zwei Michelinsternen ausgezeichnet wurden, weitere 14 Restaurants erhielten einen Stern. Im deutschsprachigen Raum war 2017 Berlin die Stadt mit den meisten Sterne-Restaurants. Die jeweils mit zwei Sternen ausgezeichneten Restaurants waren das Rutz (Mitte), das Facil (Potsdamer Platz), das Fischers Fritz (Mitte), das Horváth (Kreuzberg), das Lorenz Adlon Esszimmer (Mitte), das Reinstoff (Mitte) und das Tim Raue (Kreuzberg).

Die Ein-Stern-Häuser sind das 5 – cinco by Paco Pérez, das Bandol sur Mer, der Bieberbau, das Cookies Cream, das einsunternull, das Frühsammers Restaurant, das Golvet, das Hugos, das Markus Semmler, das Nobelhart & Schmutzig, der Pauly Saal, das Richard, die Skykitchen und das tulus lotrek. Zu den ebenfalls bekannten Restaurants in Berlin gehören das Borchardt, das Paris-Moskau und das Lutter & Wegner. [Wiki]

ntv berichtet hier über den Sterneschwund in der Berliner Gastronomie: “Das Cordo ist jetzt ein Fischbistro, Lode & Stijn, theNoName und Richard haben geschlossen, das Kin Dee in Tiergarten schließt Ende Mai seine Türen, das minimalistische Ernst im Wedding Ende des Jahres. Es ist ein Gastrobeben und es ist ein großer Katzenjammer – dabei ist es keine Krise der Rahmenbedingungen, sondern eine hausgemachte Bankrotterklärung.”

Link: traveLink auf Mastodon

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