Burns, Oregon: Reifenschaden am Wohnmobil – und es hat BOOM gemacht

10:30am ca. 30 Milen westlich von Burns. KNALL, der vordere linke Reifen ist geplatzt. Das erste Fahrzeug in Richtung Burns fahrend stoppte auf mein Winken sofort und versprach, jemanden zu schicken. Er kenne dort einen Reifendienst in Burns. Ich bedanke mich vielmals und wir verabschiedeten uns herzlich. So stehe ich also hier, „in the middle of nowhere“ und warte…

Reifenschaden Wohnmobil Oregon

Reifenschaden Wohnmobil Oregon

Jeremy, the good guy…
Um ca 11:30am hielt ein Fahrzeug des Oregon DOT hinter mir und stellte die Wanrblicker auf dem Fahrzeugdach ein. Der rundliche liebenswerte Kerl erkundigte sich nach meinem Befinden und schaute sich den Reifenschaden an. Er stammt aus Bend und ist für den 130 Milen langen Abschnitt zwischen Bend und Burns verantwortlich. Während wir uns noch unterhielten kam ein Reperaturwagen Les Schwab Tires angefahren.

Reifenschaden Wohnmobil Oregon

Aus ihm entstieg ein freundlich lächelnder Jeremy und das nur eine Stunde, nachdem der freundliche Fahrer gesstoppt hatte. Ich schaute auf die Uhr und meinte: „so Jeremy, you were speeding“. Er grinste noch breiter und erwiderte: „a little bit…“ Er schaute sich den Schaden an und machte sich sofort an die Arbeit mit dem Reserverad: extrem schnell und unheimlich professionell ging alles von statten. Er erklärte mir, dass der zweite vordere Reifen auch kurz vor dem „endgültigen Ende“ stehe und wir verabredeten uns bei Les Schwab in Burns – und ich solle schön langsam machen, während er sicherlich erneut „speedend“ davonbrauste. Während ich zur nächsten Wendestelle „schlich“, fuhr der DOT-Man schön langsam – weiterhin blinkend – hinter mir. Nachdem ich gekehrt hatte, winkte er mir heftig und freundlich zu – er fuhr nach Westen Richtung Bend und ich schlich mit 40mph zurück nach Burns.

Reifenschaden Wohnmobil Oregon


Reifenschaden Wohnmobil Oregon
Reifenschaden Wohnmobil Oregon

Les Schwab Tires, Burns / OR
Nach endlosen 38 Milen erreichte ich Les Schwab Tires in Burns. Jeremy empfing mich sehr, sehr freundlich. Er hatte mittlerweile mit Camping World telefoniert und ein OK für die Reperatur eingeholt. Jeremy machte sich sofort an die Arbeit und stellte fest, dass der rechte vordere Reifen kurz vor dem BIG BOOM ist – dort wo er mich antraf, war noch Gummi an den wichtigen Stellen, jetzt schaute nur noch das blanke Metall aus dem inneren des Reifen hervor.

Reifenschaden Wohnmobil Oregon

Die Spur der Vorderachse muss justiert werden – die Reifen arbeiten „gegeneinander“ und nutzen sich deshalb so stark ab. Und nach Jeremys „humble opinion“: die Reifen sind keinesfalls neu, da sie auch an den nicht betroffenen Stellen schon extrem stark abgenutzt sind – solche Reifen machen normalerweise 50.000 Milen…

Reifenschaden Wohnmobil Oregon

Nachdem Jeremy erneut „Vollgas“ gegeben hatte, verabschiedete er sich um 2:20pm von mir „for lunch“. Mehrere Versuche, ihm einen Tip unterzuschieben, sind leider gescheitert, auch über seinen Vorgesetzten ! „we are happy when you are satisfied… Camping World meinte zu Jeremy am Telefon, ich solle die Rechnung bezahlen und sie würden es dann mit mir verrechnen. Den Betrag von 936 U$ wollte ich meiner Kreditkarte jedoch nicht zumuten – nach einem Fax der Rechnung an den „roadside service“ von Camping World war klar, dass sie das direkt abwickeln.

Sharon, die Office-Angestellte hatte in der Zwischenzeit einen Termin bei „Eddies Truck Stop“ für morgen früh 8am vereinbart – sie sollen versuchen, die Spur der Vorderachse zu fixen. Jeremy hatte mir zwischendurch erzählt, dass eine der vorderen Springs (Blattfedern) den Vermerk „repair“ trägt, was ihn „a little bit nervous“ makes… Schluck!

Wie auch immer: beide Reifen wurden ersetzt, Camping World will diese jedoch „haben“ – no problem at all – genug Platz ist vorhanden…

laid back „Rauschebart“ loves the blues…
Nach Les Schwab Tires fuhr ich – auf Empfehlung von Sharon – zum Burns RV Park. Und da sass er, im Schatten des Offices: Mr. Laid Back, Jack. Er empfing mich freundlich und gab mir eine site mit garantiertem WiFi-Access. Er liebt den Blues, fährt eine Harley und stammt aus Virginia. Wir haben einen sehr ähnlichen Musik-Geschmack: Ry Cooder, Eric Clapton, Stevie Ray Vaughan…

Nachdem ich mich „gesettet“ hatte ging ich mit einem Bourbon7up (mit viel Eis) für Jack rüber – den er dankbar wegen der hohen Temperaturen annahm – und wir unterhielten uns angeregt, ich habe viel über sein bisheriges Leben erfahren.
Reifenschaden Wohnmobil Oregon

Hinweis: Diese Reise fand im Jahr 2010 statt.